Das Rockavaria Festival in München

Rockavaria Olympiastadion

Dieses Jahr feierte das Rockavaria Festival in München seine Premiere. Dieses neue Festival, auf dem sich große Namen wie Metallica, Kiss, Muse, Judas Priest, Faith No More, Exodus und Limp Bizkit die Ehre gaben, fand im Münchner Olympiapark statt und wir waren natürlich dabei.

Drei Tage Rock und Heavy in München

Rockavaria Olympiapark

Ein dreitägiges Festival mitten in München, genial. Wir wollten hin, nicht nur, weil dort unser Favorit Metallica spielte, sondern auch, weil München eine tolle Stadt ist und wir einen Städtetrip und Festivalbesuch miteinander verbinden wollten. Das Festivalgelände, der Olympiapark, war eine tolle Kulisse und es war angenehm dort den ganzen Tag zu verbringen. Abseits der Konzerte konnte man sich in dem schönen Park gemütlich ins Gras legen und etwas essen oder trinken, wobei mir das Festivalessen nicht besonders geschmeckt hat. Vielleicht habe ich aber auch nur die falschen Sachen erwischt und halt Pech gehabt…

Die ersten beiden Festivaltage ließen wir es gemütlich angehen, erkundeten das Festivalgelände und pilgerten von einer Bühne zu nächsten. So hatten wir auch die Gelegenheit ein paar Bands für uns zu entdecken, die wir vorher nicht kannten. Besonders gut fand ich z.B. Orange Goblin, die auf der kleinsten Bühne im Theatron gespielt haben.

Orange Goblin im Theatron

Am dritten und letzten Tag starteten wir dann wieder unsere Mission einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Wir waren, wie immer, schon früh da und trafen ein paar bekannte Gesichter. Fans, die wir von anderen Konzerten und Festivals kannten und wie wir in die erste Reihe wollten. Der Einlass war zum Glück recht zeitig, gegen Mittag, so musste man nicht so lange angespannt warten, bis der große Wettlauf um die begehrten Plätze in der ersten Reihe begann.

Exodus bei Rockavaria

Routiniert ergatterten wir auch bei diesem Konzert einen der wertvollen Plätze an der Absperrung und konnten uns entspannt die ersten Acts wie Exodus, Testament, Kreator und Faith No More ansehen. Wir waren bereit für eine weitere Metallica Show in der ersten Reihe. Doch dazu sollte es nicht kommen…

Weil … wir kurz bevor Metallica die Bühne betrat von einem Metallica-Crew-Mitglied eingeladen wurden die Show von der Bühne aus anzusehen! Eigentlich hätte man das Ticket für die Bühne im Metallica-Fan-Club (Metclub) gewinnen müssen, aber offensichtlich gab es noch ein paar freie Plätze, die mit Fans aus der ersten Reihe aufgefüllt wurden. Natürlich waren wir nicht die Einzigen auf der Bühne, nein, es gab noch ca. 100 andere, aber trotzdem. Es war eine unglaubliche Erfahrung, großartig!

Auf der Bühne mit Metallica

Das war positiv bei Rockavaria in München:
  • Das Festivalgelände hat schon sehr früh morgens aufgemacht, um ca. 10:00 Uhr. So hatte man den ganzen Morgen bis zum eigentlichen Einlass in z.B. das Stadion, die Möglichkeit alle Angebote, wie Essensstände, Getränkestände, Toiletten etc., auf dem Festivalgelände in Anspruch zu nehmen.
  • Die Armbänder (Wristbands) wurden auf dem Festivalgelände vergeben. (Zutritt zum Festivalgelände war ohne Wristband möglich, Zutritt zu den Konzertstätten dann nur mit Armband) Ab 10:00 Uhr morgens konnte man sie sich abholen. Das war okay, denn so war man für den Einlass zu den Konzertstätten, z.B. dem Olympiastation ausgerüstet und musste dort nicht noch einmal seine Karte vorzeigen. Das ist vor allem gut, wenn man in die erste Reihe möchte und es beim Einlass schnell gehen muss.
  • Positiv war auch, dass eine Rucksackkontrolle etc. nur beim Betreten des Festivalgeländes stattfand. Beim Einlass zu der eigentlichen Konzertstätte, z.B. dem Olympiastation wurde nichts mehr kontrolliert, nur eben das Armbändchen, was den Einlass sehr beschleunigt hat.
  • Man durfte eine 0,5 Liter Plastikflasche mit auf das Gelände nehmen. Auf dem Festivalgelände gab es die Möglichkeit diese Flasche mit Leitungswasser wieder nachzufüllen.
Das war eher negativ bei Rockavaria:
  • Um vom Eingang des Olympiastadions in die Arena zu dem Stehplatzbereich und natürlich der ersten Reihe zu gelangen, musste man unendlich viele Stufen hinunterlaufen. Und alle, die schon mal einen Platz in der ersten Reihe ergattern wollten, wissen, dass niemand langsam geht, sondern alle rennen. Ich fand das persönlich ziemlich gefährlich ca. 100 Stufen in einer Gruppe von Erste-Reihe-Anwärtern hinunterzurennen und war erstaunt, dass niemand gestürzt ist. Zumindest habe ich niemanden gesehen, der die Treppen hinuntergefallen ist. Es hätte aber gut passieren können.
  • Für Fans, die einen Stehplatz in der Arena des Olymipastadions hatten, war der Weg zu den Toiletten sehr weit und beschwerlich, da man alle Stufen entlang der Tribünen bis zum Eingang hochlaufen musste. Ja, genau die Stufen des Todes, die man am Anfang hinuterrennen musste.
    Mein Verbesserungsvorschlag: Einfach ein paar Dixiklos im Stehplatzbereich aufstellen.
  • In der ersten Reihe wurde kein Wasser spendiert. Klar, man durfte zwar sein eigenes Getränk mitbringen, aber nur 0,5 Liter. Bei Hitze und über den ganzen Tag verteilt kann das schon mal knapp werden.
  • Die Bühne im Olympiastadion war ziemlich weit von der ersten Reihe entfernt.
Dies und das über Rockavaria
  • Es gab eine kostenlose Rockavaria App. Mit dieser App konntest du dir unter anderem deinen ganz persönlichen Spielplan zusammenstellen und so deinen Festivaltag planen.
    Das ganz normale Infoheftchen, das man am Anfang bekommen hat, war aber eigentlich genauso gut.
  • Es gab keinen Campingbereich bei Rockavaria. D.h. man musste sich in München eine Unterkunft suchen. Ich persönlich fand das nicht weiter schlimm, aber manche Festivalbesucher haben vielleicht das typische Festivalambiente mit Zeltplatz etc. vermisst.

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3 Antworten

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